Berichte - Feuerwehr Lilienthal

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Einsätze

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Dachstuhlbrand

 

Lfd. Nr.: 127

Stichwort: F04 - Großbrand

Einsatzdatum: 25.08.2018

Einsatzbeginn: 16:16 Uhr

Einsatzende: 20:51 Uhr

Einsatzort: Pillauer Str.

Einsatzkräfte: 31 der Ofw. Li/Fa

Weitere Einsatzkräfte:Alle Ortsfeuerwehren der Gemeinde Lilienthal
Gemeindebrandmeister
stellv. Kreisbrandmeister
Rettungsdienst (4 RTW)
Polizei

GoogleMaps-Ansicht:Ort in GoogleMaps öffnen
Einsatzbericht:

Die Feuerwehr wurde zu einem Zimmerbrand in die Pillauer Str. alarmiert. Kurz danach wurde jedoch gemeldet, dass sich das Feuer bereits auf den Dachstuhl ausgedehnt hat.

Das Objekt ist ein Reihenhaus alter Bauart mit Holzbalkendecken und Strohmatten. Links und rechts grenzten direkt weitere Häuser an.
Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich die Lage wie folgt dar: Die alleinige Bewohnerin hatte das Haus verlassen und wurde vom Rettungsdienst versorgt, weitere Personen waren nicht vermißt oder gefährdet.
Im Bereich des Obergeschosses und des Dachstuhls war eine erhebliche Rauchentwicklung und Flammen aus den Dachfenstern zu sehen, die Dachhaut war kurz vor dem Durchbrennen. Die Nachbarhäuser waren somit erheblich gefährdet.
Der Einsatzleiter forderte daher sofort die Ortsfeuerwehr St. Jürgen nach.

 

Die zuerst eingetroffene Drehleiter (sie befand sich zufällig auf einer Ortsfahrt) begann sofort, das Wenderohr zur Brandbekämpfung im Dachstuhlbereich aufzubauen und danach die Dachhaut von oben zu öffnen, um Hitze und Rauch entweichen zu lassen und das Feuer von oben mit einem C-Rohr zu bekämpfen.
Vom HLF ging ein Trupp mit C-Rohr in den Innenangriff vor, um das Ausmaß zu erkunden und von dort die Brandbekämpfung vorzunehmen. Durch den fortgeschrittenen Brandverlauf war das Vorwärtskommen anfangs sehr schwierig. Erst nachdem von der Drehleiter die Dachhaut geöffnet wurde, konnte der Trupp effektiver arbeiten.
Nachdem der zweite Trupp des HLFs die Wasserversorgung aufgebaut hatte, unterstütze er den ersten Trupp.

 

Die nachfolgenden LF 20 und LF 8 schickten Atemschutztrupps mit je einem C-Rohr in die angrenzenden Häuser, um diese zu erkunden. In beiden war jeweils der Dachstuhl verqualmt und in einem im Firstbereich bereits erste Brandausbreitung zu sehen. Diese konnte schnell gestoppt werden.

 

Da die Ortsfeuerwehr St. Jürgen mit der Rückseite des Gebäudes einen eigenen Abschnitt zugewiesen bekam, wurden sukzessive die drei restlichen Ortsfeuerwehren nachalarmiert, um den hohen Bedarf an Atemschutzgeräteträgern zu decken.

 

Nach und nach zeigten die getroffenen Maßnahmen Wirkung und die Brandintensität wurde zunehmend weniger.
Die Nachlöscharbeiten zogen sich dann noch einige Zeit hin, um auch wirklich alle Glutnester zu entdecken und abzulöschen.
Nach Abschluß aller Maßnahmen wurde noch eine Fachfirma dabei untestützt, den zerstörten Dachstuhl mit einer großen Plane abzudecken.
Zur Brandursache können keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei beschlagnahmte die Einsatzstelle.

 

Leider verletzten sich im Verlauf des Einsatzes zwei Kameraden und wurdem vom Rettungsdienst in die Klinik Lilienthal transportiert. Beide konnten zum Glück das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.
Weitere RTWs des DRK OHZ stellten jederzeit eine medizinische Versorgung der Feuerwehrkräfte sicher.

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