U-Zug-Dienst - Feuerwehr Lilienthal

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Dienst Umweltschutzzug

Am vergangenen Montag stand der monatliche Dienst des → Umweltschutzzuges des Landkreises Osterholz auf dem Dienstplan. Dazu trafen sich die Einsatzkräfte aus Grasberg, Hüttenbusch und Lilienthal auf dem Gelände des Grasberger Feuerwehrhauses.

Ein Landwirt hatte freundlicherweise einen Traktor samt einem großen Güllefaß zur Verfügung gestellt. Das vorbereitete Szenario sah vor, dass an diesem angenommenen Tankwagen durch einen Unfall eine Leckage aufgetreten war, aus denen nun der Inhalt austrat und die Umwelt gefährdete.

 

Die örtlich zuständige Ortsfeuerwehr, die bei solchen Einsätzen als erstes eintrifft und die → GAMS-Regel anwendet, erkundet die Einsatzstelle, sichert sie ab, führt nötigenfalls eine Menschenrettung durch (sofern das mit den jeweils eigenen Einsatzmitteln möglich ist) und versucht, das Schadensereignis so weit wie möglich einzudämmen bzw. zu begrenzen. Außerdem entscheidet sie, ob weitere Kräfte an der Einsatzstelle erforderlich sind.

In diesem Fall wurde angenommen, dass der Umweltschutzzug wegen seiner vielfältigen Möglichkeiten, Gefahrgutaustritte abzudichten, auslaufende Stoffe aufzufangen und anschließend das eingesetzte Personal zu reinigen, nachgefordert wurde.

 

Zwei Trupps in Chemikalienschutzanzügen (CSA) erkundeten den Tankwagen und entschieden sich, den Riss mittels einer pneumatischen Leckbandage abzudichten. Diese wird mit Spanngurten um den Tank geschlungen, über die Leckstelle geschoben und dann mit Druckluft aufgeblasen.

 

Eine weitere wichtige Komponente ist die anschließende Dekontamination des eingesetzten Personals. Dafür sind die Grasberger Kameraden mit ihrem Material zuständig. Sie bauten die komplette Dekontaminationsstrecke auf. Anschließend wurden bei einem Trupp die CSA künstlich beschmutzt, um die Dauer und Wirksamkeit der Dekon-Anlage zu ermitteln.

Nach erfolgter Dekontamination wurde den Trupps aus ihren CSA geholfen und diese dann gleich umweltfreundlich und sicher verpackt.

 

Am Ende gab es die übliche Manöverkritik, um Lob für Gelungenes auszusprechen sowie mögliche Schwachstellen zu benennen und mögliche Verbesserungen zu ermitteln.

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