| Einsatzbericht: | Auf einem privaten Schrottplatz hat eine Person mit einer Flex an einer Acetylen-Flasche geschnitten um diese zu zerkleinern. Dabei ist es zu einer Stichflamme gekommen. Es wurde an der Flasche das Ventil abgeschnitten sowie in der Mitte der Flasche ein Schnitt in den Flaschenkörper gesetzt. Bei Eintreffen der Ortsfeuerwehr Neuenkirchen war das Feuer gelöscht aber es trat weiterhin Acetylen an den Schnittstellen aus. Der Zugführer Umweltschutzzug wurde als Fachberater zur Einsatzstelle alarmiert. Auf Anfahrt wurden der GW-G für eventuelle Abdichtungsmaßnahmen dazu alarmiert sowie der CBRN-Erkunder für Messungen von Ex-Bereichen und der Zug-ELW Ritterhude zu Dokumentationszwecken. Später gab es Telefonate mit dem Lagedienst der BF Bremen sowie TUIS Stufe 1 um ein weiteres Vorgehen zu planen. Die Flasche wurde über eine Stunde mit einem Strahlrohr unter Sprühstrahl gekühlt. Danach wurde sie optisch in 4 unterschiedliche Bereiche eingeteilt und über eine längere Zeit mittels Wärmebildkamera auf eine Temperaturerhöhung untersucht (was auf einen möglichen Zersetzungsprozess des Acetylens deuten würde). Weiterhin wurden mit Meßgeräten das Grundstück, umliegende Grundstücke sowie die Kanalisation auf mögliche Acetylen-Ausbreitung und damit einhergehend erhöhte Explosionsgefahr untersucht. Da sich die Temperatur der Flasche nicht großartig verändert hat wurde sich zum Abschluss dazu entschlossen die Flasche in einen mit Wasser gefüllten Container zu legen und für 24 Stunden ein Annäherungsverbot auszusprechen sowie die Flasche im Anschluss einer fachgerechten Entsorgung zuzuführen. |