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Gemeinsame Fortbildung von Feuerwehr und Rettungsdienst zur Reanimationsunterstützung

Am 11. April 2026 fand im Rahmen des Pilotprojekts zur Reanimationsunterstützung in der Gemeinde Lilienthal eine gemeinsame Fortbildung von Feuerwehr und Rettungsdienst statt.

Nach der Begrüßung durch den Gemeindebrandmeister Harm Behrens und den Bürgermeister Kim Fürwentsches stellte Ortsbrandmeister Lars van den Hoogen die Entwicklung des Pilotprojekts vor. Dabei erläuterte er den konkreten Einsatzablauf sowie die jeweilige Rollenverteilung von Feuerwehr, Rettungsdienst und mobilen Rettern bei Einsätzen zur Reanimationsunterstützung. Ergänzend wurde eine erste Projektbilanz vorgestellt.

Im bisherigen Pilotzeitraum kam es seit dem 01.11.2026 zu neun Einsätzen zur Reanimationsunterstützung (8 Einsätze für die Ortsfeuerwehr Lilienthal/Falkenberg und ein Einsatz der Ortsfeuerwehr Worphausen). Dabei war die Feuerwehr im Durchschnitt innerhalb von fünf Minuten nach Alarmierung mit dem ersten Einsatzmittel vor Ort. In nahezu allen Fällen befanden sich zudem mobile Retter aus Reihen der Feuerwehr bereits unmittelbar nach dem Notruf am Einsatzort.
In etwa zwei Dritteln der Einsätze traf die Feuerwehr vor dem Rettungsdienst ein, sodass das Projektziel – ein frühzeitiger Beginn von Basic Life Support, die Unterstützung mobiler Retter sowie das schnelle Verbringen eines AED an die Einsatzstelle – zuverlässig erreicht werden konnte.
Im Rahmen des Projektes konnten bislang drei Personen erfolgreich reanimiert werden, wobei die jüngste Patientin 35 Jahre alt war.

Im Anschluss an die Projektvorstellung wurde in einem Workshop die Teamformation bei Reanimationen innerhalb eines interdisziplinären Teams aus mobilen Rettern, Feuerwehr und Rettungsdienst erarbeitet. Schwerpunkt war die konfliktfreie Raumordnung als fester Bestandteil der Einsatzprozesse, um eine einheitliche Einsatzstruktur und klare Aufgabenverteilung sicherzustellen. Dabei flossen wertvolle Erfahrungen der Teilnehmer aus den bisherigen Einsätzen in die Diskussion ein.

Nach einer kurzen Kaffeepause folgte eine Stationsausbildung mit zwei praxisnahen Fallbeispielen. Die zuvor festgelegten Abläufe wurden unter realitätsnahen Bedingungen erprobt. Zusätzlich wurden Einsatzunterlagen überarbeitet und auf ihre Praxistauglichkeit überprüft sowie Ideen zur Weiterentwicklung des Projektes gesammelt.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause und einer Abschlussrunde endete die Fortbildung. Alle Teilnehmenden gaben ein sehr positives Feedback. Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig eine abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den Organisationen ist und dass Reanimation als Gemeinschaftsaufgabe eines interdisziplinären Notfallteams aus mobilen Rettern, Feuerwehr und Rettungsdienst verstanden werden muss.